Samhain markiert einen der tiefsten Übergänge im Jahreskreis. Die Erntezeit geht zu Ende, die Natur zieht ihre Kräfte zurück, die Tage werden dunkler und wir treten ein in die stille Hälfte des Jahres.
In der alten keltischen Tradition galt Samhain als Schwellenzeit, eine Zeit, in der die Grenzen zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt als durchlässiger erfahren wurden. Es war eine Zeit des Erinnerns und des Ehrens derer, die vor uns gegangen sind.
Wir beginnen den Abend mit Lavalove Cacao, einem zeremoniellen Kakao aus Guatemala, der in Verbindung mit der Maya-Tradition angebaut und zubereitet wird. Hamaima arbeitet seit vielen Jahren eng mit ihren Maya-Lehrern in Guatemala zusammen, darunter die Wisdomkeeper Izaias und seine Frau Izabel. Dieser Kakao trägt eine lebendige Verbindung zu den Menschen, dem Land und der Tradition, aus der er stammt.
Der Kakao öffnet sanft den Raum und bringt uns in unseren Körper und unser Herz, bevor wir gemeinsam in die Reise eintauchen.
Hamaima hat über viele Jahre hinweg von verschiedenen spirituellen und erdverbundenen Traditionen gelernt und mit ihnen gearbeitet. Diese Erfahrungen und Lehren fließen heute in ihre ganz eigene Art ein, zeremonielle Räume zu halten. Mit ihrer Stimme, schamanischen Liedern, Trommel und Klang begleitet sie die Reise live und lässt die Musik aus dem Moment heraus entstehen.
An diesem Abend richten wir unseren Blick auf unsere eigenen Ahnenlinien.
Wir tragen weit mehr in uns als nur unsere persönliche Geschichte. In unseren Familien wirken Erfahrungen, Muster und Prägungen über Generationen hinweg weiter. Manches davon möchte gesehen, gewürdigt und vielleicht auch beendet werden. Doch unsere Ahnenlinien tragen nicht nur Verletzungen. Sie sind ebenso ein Strom von Kraft, Wissen, Fähigkeiten, Liebe und gelebter Erfahrung, der weit über unser eigenes Leben hinausreicht.
Ahnenheilung bedeutet deshalb nicht, die Vergangenheit zu verändern. Es bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was durch unsere Linie bis zu uns gekommen ist. Was gehört weiterhin zu uns? Was darf bei uns enden? Und welche Kraft unserer Vorfahren möchten wir wieder in unser Leben einladen?
Wir ehren, was vor uns war.
Wir geben zurück, was wir nicht länger tragen müssen.
Wir erinnern uns an die Kraft unserer Linie.
Und wir nehmen unseren eigenen Platz darin ein.
Samhain erinnert uns daran, dass wir nicht losgelöst von denen existieren, die vor uns kamen. Wir sind Teil einer langen Kette von Leben – und zugleich diejenigen, durch die etwas Neues beginnen kann.
Für diese Zeremonie braucht es keine Vorerfahrung – du bist eingeladen, genau so zu kommen, wie du bist. Gemeinsam öffnen wir einen geschützten Raum, in dem wir lauschen, erinnern, fühlen und unseren Ahnen auf unsere ganz eigene Weise begegnen können.
Die Ahnen – Kakaozeremonie zu Samhain
Donnerstag, 29. Oktober | 18–21 Uhr, 45 €
Gesundheitshaus am Wiehengebirge
Für weitere Informationen und Anmeldung:
hellohamaima@gmail.com
